fbpx

Adventskalender Türchen 19: A Christmas Charol

177 Jahre ist es heute auf den Tag her, als eine der wohl berühmtesten Geschichten der Weihnachtszeit veröffentlicht wurde. Um „A Christmas Charol*“ von Charles Dickens dreht sich deshalb auch alles in unserem Türchen Nummer 19:

Charles Dickens wuchs auf mit einer Amme, die Geisterschichten liebte und einer Mutter, die schrecklich geizig war. An beide erinnert seine berühmte Weihnachtsgeschichte, die am 19. Dezember 1843 herausgekommen ist.

„Das ist ja das reinste Ammenmärchen!“

sagt man heute, wenn man eine erfundene Geschichte als besonders harmlos empfindet. Doch es gibt auch Ammenmärchen, da schaudert es einem heftig. Die Amme der Familie Dickens, Mary Weller, erzählte solche haarsträubenden Geschichten am laufenden Band. Lag es daran, dass Mary die Tochter einer Hebamme und eines Totengräbers war. Von beiden Eltern hatte sie genug Schauergeschichten gehört. So konnte sie ein abendfüllendes Programm bestreiten.

Schauermärchen für den kleinen Charles Dickens

Mary Weller besaß aber auch selbst genug Phantasie. „Captain Murder“, ein wahnsinniger Seefahrer, war ihre Lieblingsfigur und natürlich selbst erfunden. All seine Ehefrauen zerstückelte dieser und machte Pastete aus ihnen. Auf seinem Schiff hausten unverwundbare, nicht ertränkbare Ratten. Es war schon eine besondere Phantasie des Makabren.

„Bevor sie zu erzählen begann“, so erinnerte sich später Charles Dickens, „krallte sie beide Hände in die Luft und gab ein hohles Stöhnen von sich.
Bei dieser Grabesouvertüre standen mir schon die Haare zu Berge. Viele ihrer Gestalten wurden zu nie vergessenen Gespenstern, nachdem sie einmal den Eingang in die dunklen Winkel des kindlichem Gemüts gefunden hatten.“

Charles Dickens wurde von Mary Weller erstmals das Fürchten gelehrt. Sie zeigte ihm die Schattenwelt jenseits des geordneten viktorianischen Haushalts.

Geordnet schien er jedenfalls die ersten zwölf Jahre zu sein. Allerdings musste die Familie in immer kleinere und bescheidenere Wohnungen ziehen. Vater John Dickens war Zahlmeister der britischen Marine. Aber dieses Dasein eines kleinen Angestellten gefiel ihm nicht. Seiner Ansicht nach war er zu Besserem berufen. Auch seine Frau Elizabeth besaß denselben Drang zum Luxus. So führten beide ein Leben, das ihre eigenen Mittel bei weitem überstieg.

Es kam, was kommen musste: Der Vater wurde ins Schuldgefängnis abgeführt. Das Kind musste daraufhin die Schule verlassen und arbeitete in einer Fabrik für Schuhcreme. Satte 12 Stunden pro Tag klebte Charles Dickens Etiketten auf die Töpfe.

Mutter Dickens – Vorbild für den großen Geizhals

Später wurde der Vater John Dickens aus der Schuldhaft entlassen. Er sah seinen Sohn durchs Fenster im Souterrain der Fabrik Akkordarbeit leisten. Da regte sich etwas bei ihm, was sich wohl Gewissen nennt. John wollte seinen Sohn freikaufen. Doch die Mutter sah dies nicht ein. Warum sollte das Kind nicht weiter dort arbeiten? Die 20 Schilling pro Woche waren doch sehr angenehm!

Niemals hatte Charles Dickens diesen Verrat seiner Mutter vergessen. In der Figur des alten Geizhalses Ebenezer Scrooge steckt somit auch ein wenig von ihrer Härte und ihrem Geiz. Ebenezers Herz ist taub für menschliches Elend. Erst als ihm drei Geister erscheinen, ändert sich dessen Sichtweise. Der Geist der vergangenen Weihnacht, der Geist der gegenwärtigen Weihnacht und der Gesit der zukünftigen Weihnachten zeigen dem alten Mann, was andere Menschen von ihm denken und wie einsam er wird. So öffnet sich sein Herz und er beginnt Mitleid zu fühlen.

Die Weihnachtsgeschichte „A Christmas Carol*“ erschien am 19. Dezember 1843, rechtzeitig zum Weihnachtsfest, und wurde sofort ein Bestseller. Sie ist es bis heute geblieben. Sie erinnert bis heute an zwei Frauen, die dem kleinen Charles Dickens unvergesslich blieben: Die Amme Mary Weller mit ihren Geistergeschichten und die Mutter Elizabeth Dickens mit ihrem Geiz.

Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“ ist ein Muss

Auch in diesem Jahr, vielleicht sogar ganz besonders in diesem Jahr, gehört die „A Christmas Charol“ von Charles Dickens unbedingt dazu. Lesen Sie das Buch oder sehen Sie sich einen der zahlreichen Verfilmungen an. Es lohnt sich garantiert:

Unsere Premiumpartner

Werbung

Ihre Rückrufbitte wurde versandt. Maria Daniel meldet sich schnellstmöglich bei Ihnen.

Fehler beim Senden.

Für eine eventuelle Bestellung ruft Sie unsere Aktionspartnerin Maria Daniel MaryKay zurück. Bitte verraten Sie uns deshalb Ihren Namen und Ihre Rufnummer.
Die Daten werden nur für die angekündigte unverbindliche Kontaktaufnahme übermittelt. Eine Speicherung durch den SV Dornstedt e.V. erfolgt nicht.