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Ein satiristischer Jahresrückblick des glorreichen SV Dornstedt

Wer sich jetzt fragt: satiristisch? Was ist denn das für ein Wort? Der sollte jetzt mal in dem „Dornstedter Duden“ nachschauen. Abgekürzt auch „Doppel D“. Und alles was „Doppel D“ beinhaltet ist gut!

Es ist ein Mix aus „satirisch“ und „sarkastisch“. Also schnallt euch an, es geht los:

Das Jahr 2020 – was war denn das?

Also sind wir mal ehrlich: zum vergessen, traurig, richtig hart. Oder wie erklärt man sich sonst eine 4:1-Niederlage beim SV Gatterstädt? Oder auch die 7:0-Pleite gegen Langeneichstädt? Gott sei Dank war danach dann auch erstmal Pause. Da gab es dieses Ding, was aussieht wie ein Ball mit Spikes: Corona!

Kannten Leute wie Basti oder Benni bis dato nur aus dem Nahkauf im Bahnhof. Ist ein relativ teures Kaltgetränk*, welches einem bei einem Spiel aussehen lässt wie ein Gott. Zumindest fühlt sich der Spieler so – bringt aber nur Grütze zusammen.

Spaß beiseite: Corona haben wir ernst genommen und die Spieler wurden ins Home-Office bewegt. Jo und Simon versuchten bessere Ergebnisse auf der Playstation zu erziehlen, Sami versuchte es mit neuen Fischgerichten, Richard mit neuen Rolltechniken auf dem Boden. Denny schoß in einem anderen Verein mit Kugeln um sich. Aber irgendwie blieben alle im Training.

Endlich wieder Training

Und nachdem wir wieder trainieren durften – haben wir uns Sonntags in Dornstedt auf dem Platz getroffen. Schließlich hatte sich für keinen was geändert: Trainieren und spielen mit Abstand. Also genau so wie seit Jahren.

Einziger Lichtblick: Wir hatten Neuzugänge. Hier folgt nun eine Bewertung die mittels diversen Datentechniken und Statistiken erhoben wird, mit dem ein oder anderen Zusatz „Dornstedter Zuschauerkultur“.

1. Alex Lange

Unser Kater Karlo im Tor. Trainingsweltmeister. Außer es gibt Abendbrot, oder Mittagbrot, oder Morgenbrot. Aber sonst immer da! Ach nee – eine weitere Ausnahme ist: Es wird gegrillt. Hat wegen der überragenden Leistung auch schon das Training verlassen dürfen, um mit Lothar eine halbe wegzuziehen, und den anderen beim Training zuzuschauen. Aber sonst echt ne Bank!

URTEIL: Da geht einiges rein, und im Tor hält er gut 🙂 Muss genauso bleiben.

2. Benjamin Safi

Die Aschersleben-Connection hat Zuwachs bekommen. War vorher (glaube ich) Handball Torwart. Hält alles was auf Handballtor-Größe kommt. Gibt im privaten Training richtig Gas. Mittlerweile darf man schon nicht mehr in die Ecken schießen. Die hält er nämlich auch!

URTEIL: Thomas hat ihn bestimmt schon beim HFC angemeldet.

3. Chris Meyer

GRIIIIIIEEEESSSS. Der Zwillingsbruder von Dries Mertens. Kam von der achten Herren des SSC Neapel zu uns. Ist auch genauso agil. Ist Polizist, trifft aber nicht so gut. Die Streuung in den Schüssen lässt einen nachdenklich werden….

URTEIL: Muss an seinem „Abschluss“ arbeiten.

4. David Balacz

Darf ich nicht sagen, denn er ist der „Schwiegersohn in Spe“ vom Trainer. Ich will weiterhin spielen 🙂

URTEIL: Darf ich nicht sagen, denn er ist der „Schwiegersohn in Spe“ vom Trainer.

5. Denny Hantke

Scheiße – was soll ich denn jetzt sagen? Der rettet uns irgendwie immer durch seine Zufallstreffer. Sagt immer: „Ich weiß nicht ob es geht – es zwickt da!“ Wird dann eingewechselt, macht 5 Buden und wir gewinnen.

URTEIL: Sollte sich echt mal behandeln lassen 🙂

6. Johannes Köpper

Mister „60 Minuten“. Nach dem Anstoss hat man schon das Gefühl er schleicht über den Platz. Und das in dem Alter. Nach 60 Minuten lässt er sich freundschaftlich mit seinem Buddy „Richard“ auswechseln. Wenn es allerdings konditionell noch nicht ganz zu Ende geht, dann diskutiert er auch gerne mit dem Schiedsrichter, damit er dann ausgewechselt wird. Gelb-Rot Gefahr.

URTEIL: Schafft in 2021 auch mal 90 Minuten

7. Marcel Schmidt:

Wäre er ein Pokemon, wäre er Pummeluff. Kann keiner Fliege was antun. Hoppst auf dem Platz wie ein junger Gott. Steht in Delitz auf einmal auf dem Platz mit einer „Atzenbrille“. Entweder hatte er am Vortag zu viel gesoffen, oder hat ordentlich ne Schelle kassiert. Zumindest haben das alle gedacht. Nach dem Spiel hat er uns aufgeklärt – es ist eine Brille, die bei Sonneneinstrahlung dunkel wird. Haben wir aber nicht geglaubt (hahaha). Der war doch stramm am Vorabend.

URTEIL: Versüsst allen den Tag – kommt sogar für 2 Minuten zum Training (weil er vorher arbeiten muss), und reißt in den 2 Minuten mehr, als wir alle zusammen 🙂

8. Matti Weise

Das halbe Hemd bei uns im Verein. Bei ihm muss man bestimmt mit Zahnstochern schienen. Wenn er über eine Teppichkante stolpert, dann bricht er sich alles. Kann man aber ambulant verarzten und mit einem Teelicht röntgen. Oder wie Basti sagt: „Da hängen links und rechts Spaghettis aus den Ärmeln!“ Der ist wirklich so weit vom Body-Building weg wie Tarzan von nem Tinder-Match mit Minnie Maus. Fußball spielen kann er auch ein bisschen 🙂

URTEIL: Wenn der Junge mal fit ist, dann wird der ein ganz großer!

9. Richard Petrasek

Der einzige Neuzugang mit einer Gleichgewichtsstörung. Liegt immer nur am Boden. Das unfassbare: Kriegt auch immer Elfmeter dafür. Verschießt diese gerne auch mal. Vor allen Dingen in den wichtigsten Spielen (beispielsweise in Oppin). Muss dann hoffen das andere seine Fehler ausbügeln… Ansonsten ist „seiner Majestät“ ein angenehmer Zeitgenosse. Ein Tänzchen hier, ein Samba da, und schon ist der Ball wieder weg.

URTEIL: Wir arbeiten am Gleichgewichtssinn. Der muss standhafter bleiben. Im Fußball ganz ooookkkkaaaaay.

10. Samirou Abou

Wir haben Forrest Gump persönlich in die Mannschaft geholt. Zu Sami muss man einfach rufen „Lauf, Sami, Lauf!“. Dann rennt der über den ganzen Platz. Während alle anderen im Sprint über den Platz heizen, legt er noch eine Extra-Runde im Dorf hin, und ist trotzdem schneller am Ziel als wir alle. Leider konnten ihn wir für die Nationalmannschaft Togos nicht freigeben, weil wir selber wichtigere Spiele hatten. Wer ihm eine Freude machen will, schenkt ihm zum Geburtstag einfach Fisch. Hat 17kg davon in seinem Gefrierfach!

URTEIL: Lauf weiter Sami, lauf weiter.

11. Toni Mrozinski

Den haben sie noch nicht auf unserem Platz gesehen? Waaaassss?? Echt nicht? – Wir auch nicht. Wir waren ihm kulturell vielleicht zu cool. Kam nicht mehr wieder. Ist aber auch okay.

Richtig viel erreicht

Mit diesen Neuzugängen, und dem Rest der Besetzung aus dem Vorjahr sind wir souverän Zweiter in der Tabelle (aber auch nur, weil wir noch nicht gegen Zscherben gespielt haben). 19:3 Tore bedeutet ebenfalls wir haben eine geile Abwehr. Die Zweitbeste der Liga. Nur 3 Tore zugelassen. Diese Abwehr ist ein Traum. Aber auch nur, weil Basti mal nicht mehr im Sturm steht. Darum haben wir auch 19 Tore geschossen.

Anmerkung des Autors: Ich wäre iIhnen sehr dankbar, wenn sie den ein oder anderen Ball in Dornstedt bei der Kirche finden, und diesen zurück zum Verein bringen. Ich hole sie auch gerne bei ihnen ab. Die sind mir alle vom Spann gerutscht.

Gerne möchte ich noch ein paar ERNSTE Worte an alle richten:

Jungs, Zuschauer, Coaches:

Auch wenn es vielleicht weniger Spiele in dem Jahr gab, als es hätte geben sollen, bin ich stolz und froh in diesem Team zu spielen. Das war ein geiles Jahr. Egal ob Sieg oder Niederlage. Wir stehen verdient oben in der Tabelle, und sind auch verdient weiterhin im Pokal. Es macht Spaß, wenn man sieht das immer mehr Zuschauer zu den Heimspielen kommen. Weil wir einfach NICHT in jedem Spiel eine Reise kassieren. In diesem Sinne: Danke für 2020.

Bleiben Sie bitte Gesund, nehmen Sie die oberen Zeilen nicht so ernst, und kommen Sie gut ins Jahr 2021!

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